Der letzte gute Film, den ihr gesehen habt

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Metamorphose

Beitrag von Metamorphose » Di Apr 16, 2013 4:58 pm

Wie konnte ich den vergessen:


Willkommen im Tollhaus.



Eine schonungslose Wiedergabe des Lebensgefühls der hässlichen Aussenseiter in der Schulzeit.


Und wieder so ein Fall, wo die Brutalität der Geschichte mit herrlichem Humor wiedergegeben wird, sodass man immer wieder lauthals lachen muss.


Die herrliche Bosheit der Kinder:

" Why do you hate me?"

" Because you are ugly "




Spolierwarnung:


Vergeblich erwartet man ein Happy End nach dem uralten Muster der Hollywoodmärchen, in denen sich hässliche Entlein nach all ihren Qualen im Laufe der Geschichte unbedingt zu Schönheiten verwandeln. Hier passiert so gar nichts, was sensiblen Zuschauern in Kuschelfilmen gegönnt wird.

evi2108
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Beitrag von evi2108 » Mi Apr 24, 2013 12:33 pm

donnie darko, weil er nicht der klassische unterhaltungsfilm ist..ich mag filme zum nachdenken

evi2108
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Beitrag von evi2108 » Mi Apr 24, 2013 12:34 pm

achja und letzt woche: das hält kein jahr..film der mit klischees spielt und dabei echt witzig war

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CrankCraig
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Beitrag von CrankCraig » Mi Apr 24, 2013 6:04 pm

Orphan- das Waisenkind ziemlich netter Psychofilm.

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Trottelumme
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Beitrag von Trottelumme » Do Apr 25, 2013 4:48 pm

evi2108 hat geschrieben:donnie darko, weil er nicht der klassische unterhaltungsfilm ist..ich mag filme zum nachdenken
Der Film ist einfach mega geil! Hast du ihn verstanden? :D
Life is strange

Sarah84

Beitrag von Sarah84 » Fr Mai 24, 2013 12:39 am

TallDarkStranger hat geschrieben:Silver Linings.
Ich bin absolut verliebt <3

wrongright
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Beitrag von wrongright » Mo Mai 27, 2013 5:04 pm

Rum Diary
Amber Heard sieht so makellos aus, da gings mir ja glatt wieder schlecht.

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TallDarkStranger
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Beitrag von TallDarkStranger » Mi Jul 17, 2013 8:37 am

Spring Breakers

Ja, genau, Spring Breakers. Der Inhalt ist eigentlich schnell erzählt: vier gelangweilte Mädels überfallen einen Drugstore um mit der Knete zum Springbreak zu reisen, wo sie den Dealer Alien kennenlernen, der sie weiter in einen Studel aus Kriminaltät und Gewalt zieht.

Ich musste den Film wirklich eine Zeit lang sacken lassen, um ihn wirklich beurteilen zu können. Aber ich finde er erforscht ein interessantes Phenomän und Lebensgefühl unserer Zeit. Die Ziellosigkeit einer Generation und der Stumpfsinn sowie die absolute Sinnlosigkeit des Partyphenomäns werden hier wirklich greifbar gemacht. Dabei arbeitet der Film mit viel Symbolkraft. In der Villa des Gangsters Alien (erstaunlich bedrohlich und intensiv gespielt von James Franco) greifen drei Kernthemen unserer Zeit ineinander: Gewalt (Waffen), Sex, und Geld, die tief in der Popkultur verwurzelt sind. Die Inszenierung unterstreicht dabei nur die Absurdität dieser Dinge. Die Gier führt zu Gewalt, das Leben ansich zu einem Zustand der Betäubung. Inszenierung ist über dies hinaus ein gutes Stichwort, ich finde die Partyszenen turnen nicht etwa an, sondern haben eine äußerst unbehagliche Wirkung. Man fühlt sich während des gesamten Films in einer Art Schwebzustand, ein traumwandlerisches, surreales Gefühl. Dazu der Mangel an Dialog sowie das Fehlen gängiger Strukturen, schließlich verzichtet der Film sogar auf eine Hauptfigur. Das der Cast des Films aus Teenieidolen wie Selena Gomez und Vanessa Hudgens besteht, kann durchaus als zusätzliche Kritik verstanden werden, ob nun gewollt oder nicht.
Der Film wird es derweil schwer haben, sein Publikum zu finden. 16jährige Mädels, die schon auf den nächsten Miley Cyrus Film warten und den Fillm nur wegen den Schauspielerinnen sehen, werden ebenso vor den Kopf gestoßen werden wie die ralligen Jungs, die eigentlich nur ein paar halbnackte Mädels sehen wollten. Die Filmkenner, Festivalgänger und Freunde des Surrealen werden aber wohl schon allein wegen des Titels und des Casts einen weiten Bogen um den Film machen.
Im Endeffekt ein Nischenprodukt für ein aufgeschlossenes Publikum, was dem Film aber eigentlich ganz gut zu Gesicht steht.
I'm just the shadow of a bigger man.

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Auf_Anfang:Reprise
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Beitrag von Auf_Anfang:Reprise » Do Jul 18, 2013 7:21 pm

wow - man merkt, dass du darin geübt bist, kritiken zu schreiben :wink:
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"A man who lies flat on the floor, never falls"
(jewish proverb)

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Trottelumme
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Beitrag von Trottelumme » So Aug 11, 2013 6:49 pm

Hat Pulp Fiction irgendeinen Sinn? Ich bin ja nicht so der Tarantino-Fanboy, lieber David Lynch. Sinnlose Dialoge, Schießereien und Füße, fertig ist der neue Tarantino^^
Life is strange

Matschgesicht

Beitrag von Matschgesicht » So Aug 11, 2013 8:28 pm

Trottelumme hat geschrieben:Hat Pulp Fiction irgendeinen Sinn? Ich bin ja nicht so der Tarantino-Fanboy, lieber David Lynch. Sinnlose Dialoge, Schießereien und Füße, fertig ist der neue Tarantino^^
Ein Sinn ist vorhanden, aber wohl nicht die Art, die du suchst.

Muss ein Film denn einen bestimmten Sinn haben um gut zu sein?

Pulp Fiction ist einfach ein cooler Film, der versucht seinem Titel alle Ehre zu machen.

Ehrlich gesagt finde ich ja vorallem die Dialoge in Tarantino Filmen interessant. Django müsste ich mir mal ansehen...

jclark
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Beitrag von jclark » Mo Aug 12, 2013 8:39 am

Ja, Django kann ich dir empfehlen. Ist leider ein bißchen zu lang ( ich weiß noch mein Hintern hat gemeckert im Kino ), aber waren auch gute Lacher dabei.

FenrisWolf
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Beitrag von FenrisWolf » Fr Aug 30, 2013 10:26 am

Verhandlungssache

Fand den ganz spannend. Lief vor einem Monat oder so im Fernsehen. Normal kann ich nicht mal einen einfachen Film schauen und dabei mal geistig abschalten. Nach ein paar Minuten denke ich an irgendwas anderes und verfolge nicht mehr wirklich ernsthaft den Film. Aber den Film habe ich bis zum bitteren Ende geguckt. Allerdings waren die Fingernägel nach dem Film erheblich kürzer. ^^

spiegelei
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Beitrag von spiegelei » Mo Sep 16, 2013 12:15 pm

The Mist - Das bewegendste Filmende, das ich je gesehen habe. :o Toller Film, auch sehr schöne Musik.

Eden Lake - Sehr spannend mit vielen (teilweise tragischen) Wendungen gegen Ende.
how far you are from home

LHOSWALD
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Beitrag von LHOSWALD » Mi Sep 25, 2013 6:33 pm

Camp 14 - total control zone

Es geht um einen ehemaligen Sträfling eines nordkoreanischen Arbeitslagers. Dort musste er die Hinrichtung seiner Mutter und seines Bruders mitansehen und hat dabei nichteinmal trauer o.ä. empfunden. Mittlerweile wünscht er sich sein altes Leben zrück... Das ist aus meiner sicht traumatisiert, aber vom aller heftigsten...

Der deutsche Trailer:

http://www.youtube.com/watch?v=I69rpIHJIBU

Der Film (auf Englisch):

http://www.youtube.com/watch?v=Rb1iwo4txE4
Indivisibiliter ac inseparabiliter

"The only thing we have to fear is fear itself"

-Franklin D. Roosevelt

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