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definition? hilfe

 
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Autor Nachricht
Principessa
Newbie


Anmeldungsdatum: 01.01.2007
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: Mo Jan 01, 2007 9:43 pm    Titel: definition? hilfe Antworten mit Zitat

so zu allererst möcht ich einmal hallo sagen (hab mich grad erst angemeldet und das ist jetzt mein erster eintrag)

Aber jetzt zu meinem problem. Ich schreibe eine Fachbereichsarbeit über Anorexia Nervosa und Adipositas und deren "verzerrte" Körperwahrnehmung.
So weil es irgendwie nicht wirklich viele bücher zu dem Thema "verzerrte" körperwahrnehmung gibt, hab ich mich halt im internet umgeschuat und bin dann bei wikipedia auf den begriff dysmorphophobie gestossen
und dann auf diese seite wo alles so schön erklärt ist.
Aber jetzt mein problem, es steht bei der definition, dass Dysmorphophobie abzugrenzen ist von Anorexia nervosa.
so jetzt zu meiner wahrscheinlich, idiotischen Frage, aber haben jetzt Menschen mit Magersucht oder gar adipositas vl. nicht doch Dysmorphophobie? oder Hat das eine WIRKLICH REIN GAR NICHTS damit zu tun?
bitte um schnelle antworten, weil ich verzweifel gard ein wenig ^_^°
(bitte nicht wundern diese Frage wurde auch schon in dem Dysmorphophobie forum gefragt und ich wurde hier her weiter geleitet)

danke lg
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Dipl.-Psych. S.Brunhoeber
Moderator


Anmeldungsdatum: 01.05.2005
Beiträge: 916
Wohnort: Sankt Augustin

BeitragVerfasst am: Di Jan 02, 2007 7:15 am    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Aber jetzt mein problem, es steht bei der definition, dass Dysmorphophobie abzugrenzen ist von Anorexia nervosa.
so jetzt zu meiner wahrscheinlich, idiotischen Frage, aber haben jetzt Menschen mit Magersucht oder gar adipositas vl. nicht doch Dysmorphophobie? oder Hat das eine WIRKLICH REIN GAR NICHTS damit zu tun?

Natürlich gibt es Parallelen. Ich habe für mein Buch mal die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Essstörungen und KDS zusammengefasst. Ich habe Ihnen eine vorläufige, noch nicht überarbeitete Version hier hineinkopiert. Wenn es Ihnen nicht reicht, fragen Sie einfach noch mal nach. Sie müssen sich darüber klar sein, dass Diagnosen künstlich geschaffene Begriffe sind, um die Kommunikation zu vereinfachen. Die Wirklichkeit lässt sich natürlich nicht so einfach und klar trennen.

Studien zur Komorbidität (gleichzeitiges Auftreten beider Störungen) von Körperdysmorpher Störung und Essstörungen fanden bei 25 – 39% der Frauen mit Anorexia Nervosa gleichzeitig die Kriterien für eine Körperdysmorphe Störung erfüllt (Grant, Kim & Eckert, 2002; Jolanta & Thomasz, 2000). In einer Studie an 200 Personen mit diagnostizierter KDS erfüllten insgesamt 32,5% der Probanden die Kriterien für eine Essstörung.

Inhaltlich gesehen scheint die Abgrenzung zwischen Körperdysmorpher Störung und Essstörungen, und im Besondern im Falle der Magersucht (Anorexia Nervosa) leicht zu gelingen. Im Gegensatz zur Anorexie wird bei der KDS der Körper nicht insgesamt fehleingeschätzt, sondern nur speziell in Bezug auf das oder die mit dem Makel belegten Körperteile (Morschitzky, 2000). Auch bei der Bulimie (Bulimia Nervosa) bezieht sich die Sorge ausschließlich auf das Gewicht bzw. die Körperform.
Gemeinsamkeiten. Dennoch finden sich sowohl für die Anorexie als auch die Bulimie viele Ähnlichkeiten. Allen Störungen gemeinsam sind die Versuche, dass Aussehen zu beeinflussen; bei der Anorexie z.B. durch restriktives Essverhalten oder übermäßigen Sport, bei der Bulimie durch z.B. Erbrechen, und bei der KDS z.B. durch intensives Zurechtmachen oder plastische Operationen. Des Weiteren finden sich bei allen drei Störungen rituelle oder sich dauern wiederholende Verhaltensweisen wie beispielsweise sich im Spiegel zu betrachten und oder das Vermessen von Körperteilen (Phillips, 2005; Phillips & Diaz, 1997). Sowohl einige anorektische als auch körperdysmorph gestörte Personen vermeiden es, bestimmte Kleidung zu tragen oder Plätze und Aktivitäten aufzusuchen, bei denen die Möglichkeit besteht, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen (Phillips, Kim & Hudson, 1995; Rosen & Ramirez, 1998).

Unterschiede. Unterschiedlich hingegen sind zum einen die Geschlechtsverteilungen für beide Störungen. Während bei der Magersucht rund 90% der Betroffenen weiblich sind, sind es bei der KDS nur rund 58% (Grant & Phillips, 2004). Des Weiteren sprechen die beiden Störungen unterschiedlich auf medikamentöse Behandlungsansätze an, so bessert sich die Symptomatik bei Personen mit KDS durch die Gabe von selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (Phillips, 2002; Phillips, Albertini & Rasmussen, 2002), bei Patient(innen) mit Anorexie jedoch nicht (Zhu & Walsh, 2002). Darüber hinaus sieht man in der Regel magersüchtigen Personen aufgrund des substanziellen Untergewichts an, dass sie diese Erkrankung haben, Personen mit einer KDS aufgrund ihres normalen Aussehens jedoch nicht. Auch hat das oben beschriebene Verstecken von Körperteilen bei der Anorexie in erster Linie den Grund, nicht von anderen Menschen auf ihr Untergewicht angesprochen zu werden und gesagt zu bekommen, dass sie zunehmen sollen. Von einer KDS betoffene Menschen verstecken hingegen bestimmte Körperteile mit ihrer Kleidung aus Scham, von anderen als hässlich eingeschätzt zu werden (Phillips, 2005). Die KDS scheint in den meisten Fällen einer Essstörung vorauszugehen. Von den Betroffenen, die gleichzeitig unter einer Anorexie und einer KDS litten, gaben 63% (Grant et al. 2002) bzw. 94% (Ruffolo et al., 2006) an, bereits vor dem Auftreten der Anorexie unter Symptomen einer KDS gelitten zu haben. Insgesamt begann bei Personen mit beiden Störungen die Symptomatik im Schnitt 1,4 Jahre (14,7 ± 2,1 Jahre vs. 16.1 ± 2,3 Jahre) früher als bei Personen, die nur unter Anorexie litten.
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and that´s your own.
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