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newtry
Newbie


Anmeldungsdatum: 17.12.2006
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: Fr Dez 22, 2006 6:27 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Herr Brunhoeber,

da bin ich ja erleichtert, dass ich nicht alle Fragen auf einmal beantworten muss Wink

Darf eine Person nie darüber nachdenken, ob sie peinlich wirkt? Ware einmal am Tag O.k. sich zu fragen, ob man peinlich wirkt? Was ist mit dreimal am Tag? Wenn eine Person niemals darüber nachdenkt, was andere über sie denken, ist dass dann nicht schon sehr antisozial? Die Person könnte ja gar nicht bemerken, dass sie andere verletzt, wenn sie nie darüber nachdenkt, was andere denken.
Doch, vielleicht ab und zu, weil es so eine Art Warnschild ist, dass man evtl. gesellschaftliche Grenzen überschreitet bzw. andere verletzt. Ich meine nur nicht so übertrieben wie ich. Aber im Großen und Ganzen würde ich lieber unbeschwerter und unabhängiger von der Meinung anderer sein und mich selbst gerne weniger beobachten.


Wie würden sie unbefangen definieren. Ab wann wäre eine Person unbefangen?
Darf eine Person nie rot anlaufen, wenn andere Menschen sie beobachten?
Ab wann genau ist das Selbstbewusstsein zu stark ausgeprägt, dass es unsympathisch wirkt? Können Sie sich auch Menschen mit einem ausgeprägten Selbstbewusstsein vorstellen, die dabei nicht unsympathisch wirken? Wenn ja, wie bauen Sie das in die Definition ein?

Das gleiche wie oben. Also nicht absolut und immer 100%ig unbefangen, das geht ja auch nicht. Aber zumindest meist unbefangen im Umgang mit anderen Menschen. Wenn man befangen ist, fühlt man sich nämlich meist schlecht und unterlegen. Wenn ich mich ständig selbst beobachte, werde ich natürlich leichter rot. Ich würde lieber rot werden, wenn es eine wirklich peinliche Situation ist - und nicht, nur weil mich grad jemandin der U-Bahn angeguckt hat. Dann fühle ich mich nämlich unnormal und mir wird bewusst, dass ich da viel stärker als andere Leute reagiere. Ja, Leute mit einem ausgeprägten Selbstbewusstsein kann ich mir sympathisch vorstellen - es sei denn, sie drängen sich immer anderen auf und sind süchtig danach, im Mittelpunkt zu stehen - das würde eher ein nervigen Eindruck auf mich machen.

Wie aktiv muss eine Person sein, damit sie ihr Leben genießt?
Woran würden Sie festmachen, ob jemand glücklich ist? Z.B. wie häufig am Tag muss er lachen, damit Sie sagen würden, diese Person ist glücklich und damit etwas wert? Was ist mit Personen, die aufgrund eines Todesfalls unglücklich sind, vorher aber glücklich waren? Sind die plötzlich nichts mehr wert?
Ab wann ist jemand ein optimistischer Mensch?
Wie wollen Sie Humor definieren? Humor ist ja sehr subjektiv!

Das kann ich nicht genau sagen, es reicht wenn sie ihr Leben meist genießt und sich nicht wegen allem Sorgen übertrieben Sorgen macht. Dabei muss sie gar nicht mal superaktiv sein, jede Beschäftigung, die einen Spaß macht, kann dabei eine Aktivität sein. Man erkennt ja schon, ob eine Person eher ein Optimist ist oder recht negativ eingestellt ist, mutig ist, gerne lacht. Natürlich sind traurige Menschen genauso viel wert - traurig sein ist auch menschlich. Übrigens gelten die meisten Maßstäbe nur für mich, d.h. ich bin strenger mit mir. Wenn andere Menschen so sind, bewundere ich sie - wenn andere Menschen nicht so sind, ist es OK und ich mag sie auch, aber sie sind evtl. nicht meine (vielleicht zu idealisierten) Vorbilder. Es ist nicht so, dass ich denke, jemand müsste den ganzen Tag nur lachen - ich würde lieber den Großteil meines Lebens unbeschwerter sein ohne Minderwertigkeitsgefühle und ständiges Sichselbstbeobachten und Vergleichen - ich glaube, dann hätte mein Leben eine ganz andere Qualität und ich könnte meine Energien woanders einsetzen und wäre viel sorgefreier.

Das wäre es erstmal für heute.
Ich wünsche Ihnen frohe und besinnliche Weihnachtstage!

Herzliche Grüße,
Newtry
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newtry
Newbie


Anmeldungsdatum: 17.12.2006
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: Fr Dez 22, 2006 6:33 pm    Titel: Antworten mit Zitat

hallo soopykun,

nein, das meine ich nicht generell. Ich habe eher daran gedacht, wenn bei jemanden die Augenbrauen stark zusammenwachsen. Ich achte deswegen eher darauf, weil ich mir schon seit ich denken kann die Brauen zupfe.
Für mich hat es keineswegs etwas mit ungepflegt zu tun Wink

LG, Newtry
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Dipl.-Psych. S.Brunhoeber
Moderator


Anmeldungsdatum: 01.05.2005
Beiträge: 916
Wohnort: Sankt Augustin

BeitragVerfasst am: Mi Dez 27, 2006 7:06 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Newtry,

machen wir an Ihrer Definition von dem Wert eines Menschen weiter.

Zitat:
Doch, vielleicht ab und zu, weil es so eine Art Warnschild ist, dass man evtl. gesellschaftliche Grenzen überschreitet bzw. andere verletzt. Ich meine nur nicht so übertrieben wie ich. Aber im Großen und Ganzen würde ich lieber unbeschwerter und unabhängiger von der Meinung anderer sein und mich selbst gerne weniger beobachten.


Wo sollen wir die Grenze ziehen? Wie wollen wir definieren, wie häufig oder intensiv man darüber nachdenken darf, ob man peinlich wirkt. Wie würden Sie da übertrieben definieren?

Ich kann gut verstehen, dass Sie lieber unbeschwerter und unabhängiger von der Meinung anderer wären. Das sich das nicht gut anfühlt, kann ich gut verstehen. Wer möchte das schon so häufig fühlen. Ich frage mich nur, ob dies deshalb ein Bestandteil für den Wert eines Menschen ist, oder ob dies eher ein subjektiv unangenehm erlebtes Verhalten oder Denken ist, dass man gerne reduzieren möchte?

Zitat:
Wenn man befangen ist, fühlt man sich nämlich meist schlecht und unterlegen. Wenn ich mich ständig selbst beobachte, werde ich natürlich leichter rot. Ich würde lieber rot werden, wenn es eine wirklich peinliche Situation ist - und nicht, nur weil mich grad jemandin der U-Bahn angeguckt hat. Dann fühle ich mich nämlich unnormal und mir wird bewusst, dass ich da viel stärker als andere Leute reagiere. Ja, Leute mit einem ausgeprägten Selbstbewusstsein kann ich mir sympathisch vorstellen - es sei denn, sie drängen sich immer anderen auf und sind süchtig danach, im Mittelpunkt zu stehen - das würde eher ein nervigen Eindruck auf mich machen.

Wenn nicht 100%, wie viel Prozent dann? Was meinen Sie mit meist? 1 Mal die Woche, einmal am Tag, einmal in der Stunde?
Um zu wissen, wann Sie rot werden dürfen und wann nicht, müssten sie die Situationen festlegen, in denen das so ist. Daher in welchen Situationen ist es Ihnen erlaubt, zu erröten und in welchen Situationen nicht?

Wie stark darf sich eine Person aufdrängen, bevor sie einen nervigen Eindruck macht? Woran würden sie es festmachen, ab wann eine Person aufdringlich ist? Könnten Sie sich vorstellen, dass sie das gleiche Verhalten das eine Mal aufdringlich, ein anderes Mal aber als nicht aufdringlich interpretieren würden?

Zitat:
Das kann ich nicht genau sagen, es reicht wenn sie ihr Leben meist genießt und sich nicht wegen allem Sorgen übertrieben Sorgen macht. Dabei muss sie gar nicht mal superaktiv sein, jede Beschäftigung, die einen Spaß macht, kann dabei eine Aktivität sein. Man erkennt ja schon, ob eine Person eher ein Optimist ist oder recht negativ eingestellt ist, mutig ist, gerne lacht.

Wie häufig ist meist genießen? Jeden zweiten Tag? Jeden Tag an mehr als 12 Stunden? Wo ist die genaue Grenze?
Ab wann sind Sorgen übertrieben?
Ab wann ist denn eine Person negativ eingestellt? Was ist mit Personen, die es von Ihren Eltern her gelernt haben, negativ zu denken und die deshalb Schwierigkeiten haben, anders zu denken? Sind die weniger wert?

Zitat:
Natürlich sind traurige Menschen genauso viel wert - traurig sein ist auch menschlich. Übrigens gelten die meisten Maßstäbe nur für mich, d.h. ich bin strenger mit mir. Wenn andere Menschen so sind, bewundere ich sie - wenn andere Menschen nicht so sind, ist es OK und ich mag sie auch, aber sie sind evtl. nicht meine (vielleicht zu idealisierten) Vorbilder.

Jetzt werde ich ein bisschen gemein mit meinen Fragen. Das soll kein Angriff sein und ist auch nicht persönlich gemeint, sondern Ihnen helfen, sich selber zu hinterfragen. Es ist lediglich eine Fragetechnik, wenn eine Person an sich und andere zweierlei Maßstäbe ansetzt.
Sie messen sich und andere Personen mit zweierlei Maß. Warum tun Sie das? Sind Sie etwas so Besonderes, dass sie sich unterscheiden wollen? Ist es für Sie so wichtig sich von anderen herauszuheben, dass Sie an sich andere Maßstäbe anlegen?
Gehen Sie da gerecht mit sich um, wenn Sie härtere Maßstäbe an sich als an andere anlegen? Tun Sie sich damit nicht noch zusätzlich weh? Helfen die unterschiedlichen Maßstäbe sich besser zu fühlen oder fühlen Sie sich dadurch noch schlechter?

Zitat:
Es ist nicht so, dass ich denke, jemand müsste den ganzen Tag nur lachen - ich würde lieber den Großteil meines Lebens unbeschwerter sein ohne Minderwertigkeitsgefühle und ständiges Sichselbstbeobachten und Vergleichen - ich glaube, dann hätte mein Leben eine ganz andere Qualität und ich könnte meine Energien woanders einsetzen und wäre viel sorgefreier.

Das glaube ich auch. Ihnen würde das dann viel besser gehen. Aber ist dieses Verhalten, Denken und Fühlen deshalb gleich ein Anhaltspunkt für einen geringeren Wert?

Viele Grüße

Stefan Brunhoeber
_________________
There is only one way of life
and that´s your own.
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newtry
Newbie


Anmeldungsdatum: 17.12.2006
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: Mi Dez 27, 2006 9:54 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Herr Brunhoeber,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung.
Ich hoffe, Sie hatten schöne Weihnachtstage. Ich wollte Ihnen nur schnell Bescheid sagen, dass ich gleich bis zum 6. Januar in den Urlaub fahre - werde mich dann wieder ab dem 7. melden und mir bis dahin auch meine Gedanken machen.

Wünsche Ihnen einen guten Start ins Neue Jahr!

LG, Newtry =)
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