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Besseres Aussehen führt zu verminderter Beschäftigung damit?
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Autor Nachricht
Mahasthamaprapta
alter Hase


Anmeldungsdatum: 09.02.2007
Beiträge: 6006

BeitragVerfasst am: Mi Sep 09, 2009 10:22 am    Titel: Antworten mit Zitat

Shocked Shocked
Shocked
Ich kann mir jetzt ungefähr vorstellen, wie's in deinem Gehirn aussieht, Nicky. Laughing
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nicky20
alter Hase


Anmeldungsdatum: 14.09.2006
Beiträge: 1213

BeitragVerfasst am: Mi Sep 09, 2009 11:39 am    Titel: Antworten mit Zitat

Versuch mal mich selbst zu analysieren...
Beziehungen: freunde mich mit Mitstudenten so allmählich an... fühlt sich sehr gut an... bin schon mal sicher, diesen genug schön auszusehen. Liebesbeziehung fehlt. Fotos und Spiegel: so la la...bin recht sicher, nicht voll hässlich auszusehen, vermute einfach normal auszusehen..... Video: steht noch aus. Verbesserung des Aussehens halte ich mir offen, falls ich feststelle doch recht hässlich auszusehen.
Das gibt mir schon ein bisschen Sicherheit, dass das Aussehen kein Problem ist...
A und B: sind schon soweit da, als dass ich nicht mehr suizidgefährdet bin und mich beim Gedanken ans Aussehen schon ein bisschen entspannen kann. Gedanken ans Aussehen sind viel seltener da als früher... so kommen jetzt immer öfters Gespräche vor, in denen ich mich voll darauf einlassen kann, anstatt mit der Aufmerksamkeit in Sorge über das Aussehen zu sein. Seit der OP ist das noch besser geworden.

C: es entstehen allmählich Beziehungen (Mitbewohner, Mitstudentinnen), in denen wirklich anderes als das Aussehen zentral ist...

Ek: Wenn ich ans Aussehen denke, kommen sehr starke Erinnerungen... ich habe echt Angst und fühl oft ein Entsetzen... das erschwerts enorm, mich sicher zu fühlen
Eg: durch jetzige Beziehungserfahrungen bekomme ich spürbar einen "Boden"... ein warmes Gefühl, weniger Angst, mehr Sicherheit allgemein.

Fk: ist glaub weniger stark ausgeprägt, als A und B. Die Nasenop führt bislang mehr zu Entspannung, als dass ich jetzt erst recht immer ans Aussehen denke.

Gk: ist vllt ein wenig da

Hk: ja ich vermeide es sehr, mich unter Leute zu begeben, ziehe mich nach wie vor zurück, aber ging in den letzten 6 Wochen doch auf 2 Geburtstagspartys, und mache öfters mit Mitstudentinnen ab, die ich noch nicht so gut kenne... ich vermeide mehr Treffen mit neu kennen gelernten Leuten, während ich mich mit schon älteren Freunden jede Woche treffe. Mitbewohnerinnen und ein, zwei gute Freunde bekommen mich auch ungeschminkt und egal in welchem Zustand zu sehen. Bei diesen gut bekannten Leuten habe ich kaum Angst mehr dass sie mich ablehnen könnten... was ich bislang vor allem vermeide, ist eine Liebesbeziehung einzugehen, auch nur schon was dazu zu tun... damit habe ich schlichtwegs nicht die Info, ob ich für die Männer die ich attraktiv finde, es auch bin.

Ik: ja ist da

Jk: das ist bei mir echt nicht stark vorhanden. Wenn Erinnerungen hochkommen, ein grösstmöglich vorstellbares Entsetzen, alle Bilder und so, dann versuche ich die Wärme zu spüren, die in letzter Zeit durch neue Beziehungen immer stärker wird.... und stelle mir auch vor, wie mich jemand tröstet... ich halte mich selbst irgendwie auch fest.... oft versuche ich auch, nicht dran zu denken, nicht in die Erinnerungen einzutauchen... mit dem Aussehen beschäftige ich mich in dieser Situation aber nicht.
Mit sozialen Ängsten gehe ich um, indem ich mir Hoffnung mache sie überwinden zu können. Weniger gut ist wohl eher, dass ich wieder rauche und oft auch stundenlang im Internet rumhänge, wenn ich eigentlich nervös bin über anstehende Aufgaben. Aber auch hier vergewissere ich mich nicht (oder nur sehr minim) über den Schönheitsgrad des Aussehen, um mich zu beruhigen.

D: Für mich ist das Ziel erreicht, wenn ich durchschnittlich bis leicht überdurchschnittlich aussehe... (und dies realisiere)

Also ich glaub, bei mir ist v.a. das Problem, dass das Aussehen mich an Sachen erinnert.... die sehr schlimm waren ... und dass es mir daher grundsätzlich schwer fällt, mich sicher zu fühlen.
Und, dass ich es bisher vermeide, mich auf eine Beziehung einzulassen. Ich kann deshalb nur mit Ansatzpunkt von Fotos und Aussagen anderer Leute darüber spekulieren(dem traue ich nicht mehr), ob das Aussehen gut genug ist dafür.


Früher bestand das Problem darin, dass alle Infos, Beziehungen, Fotos und Spiegel zum eindeutigen Schluss führten, dass ich wirklich sehr schlimm aussähe. In der Klinik dann haben mir Leute hingegen plötzlich gesagt ich wäre schön. Das hat gar nicht zu den anderen Infos gepasst, grosse Verwirrtheit ausgelöst,... und daher kamen A und B gar nicht erst zustande. Auch hat Eg gefehlt, das grundsätzliche Gefühl, gut genug zu sein... vielleicht hätte ich es sonst ertragen, mein Lachen hässlich zu finden, und wäre nicht sooooo verzweifelt geworden. Sich so hässlich akzeptieren zu können braucht aber wohl wirklich sehr viel...
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nicky20
alter Hase


Anmeldungsdatum: 14.09.2006
Beiträge: 1213

BeitragVerfasst am: Mi Sep 09, 2009 8:24 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ach ja, die Klinik hat schlechte Bindungserfahrungen noch 1000 mal verstärkt, sodass ich mich seither kaum mehr als Mensch fühle und mir jedesmal wie das Herz aus dem Leib gerissen wird, wenn ich nur dran denke. Klassische Posttraumatische Belastungsstörung.

Also es ist mittlerweile klar, dass die Klinik in keiner Hinsicht helfen konnte. Vor der Klinik war ich sicher, schlecht auszusehen und wollte Hilfe, um damit klar zu kommen, und das Aussehen zu verändern. In der Klinik sagten sie mir, ich wäre schön, würde mir alles nur einbilden, gleichzeitig sah ich auf den Fotos und im Spiegel weiterhin enorm schlecht aus. So die Verwirrung, ob ich nun ausgewachsene Halluzinationen habe, oder mich die Pfleger anlügen. Weg A und B war total blockiert. (Die dritte Möglichkeit, dass ich im Spiegel halt so total anders lachte als unter Leuten, kam mir echt nicht in den Sinn... ich ging lediglich davon aus, dass das Lachen im Spiegel wohl ein BISSCHEN schlechter aussieht, weil die Augen nicht strahlen z.B. )
Seit der Klinik war ich unter starken Antidepressiva... hatte starke Nebenwirkungen, die es verunmöglichten, mehr als 3 Stunden täglich fit und leistungsfähig zu sein. Führte zu Weg Ik.
Also alles in allem waren etwa 3 Jahre psychiatrische Behandlung eine äusserst schädigende Odyssee.


Und jetzt: neuer Anlauf das Problem mit dem Aussehen zu lösen..... die Ansätze sind:

-allgemeine Bewältigungsfähigkeiten (Ik): ist mit Absetzen der Medis besser geworden, bin viel leistungsfähiger.
-Bindungserfahrungen (Eg), die ein Gefühl von Geborgenheit, Selbstwert und Sicherheit geben
----> damit soll es mal grundsätzlich einfacher werden, mich in Sicherheit bezüglich des Aussehens zu fühlen.

-Dann das Vermeidungsverhalten, das verhindert zur Info zu kommen, wie gut ich meine Ziele mit dem jetzigen Aussehen erreichen kann. Videoexposition, Schnappschüsse, Partnerschaft, Freundschaften sollten dies zeigen können. Evlt. Verbesserung des Aussehens.
-----> so komme ich zur Information, dass das Aussehen kein Problem darstellt.
Sicherheit, und ich kann relaxen.

Glauben Sie, das kann so funktionieren?

@maha: haha Very Happy
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Dipl.-Psych. S.Brunhoeber
Moderator


Anmeldungsdatum: 01.05.2005
Beiträge: 916
Wohnort: Sankt Augustin

BeitragVerfasst am: Do Sep 10, 2009 6:59 am    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Also ich glaub, bei mir ist v.a. das Problem, dass das Aussehen mich an Sachen erinnert.... die sehr schlimm waren ... und dass es mir daher grundsätzlich schwer fällt, mich sicher zu fühlen.

Versuchen Sie hier eine Trennung zwischen früher und jetzt zu erreichen. Indem Sie immer wieder Erinnerungen und aktuelles Geschehen trennen, können Sie sich leichter selbst beruhigen und wieder schneller Vertrauen fassen.

Zitat:
Also es ist mittlerweile klar, dass die Klinik in keiner Hinsicht helfen konnte.


Das stimmt so nicht. Auch wenn Ihnen die Klinik therapeutisch nicht weitergeholfen hat, hat sie dazu beigetragen, dass Sie überlebt haben.

Zitat:
allgemeine Bewältigungsfähigkeiten (Ik): ist mit Absetzen der Medis besser geworden, bin viel leistungsfähiger.
-Bindungserfahrungen (Eg), die ein Gefühl von Geborgenheit, Selbstwert und Sicherheit geben
----> damit soll es mal grundsätzlich einfacher werden, mich in Sicherheit bezüglich des Aussehens zu fühlen.
Dann das Vermeidungsverhalten, das verhindert zur Info zu kommen, wie gut ich meine Ziele mit dem jetzigen Aussehen erreichen kann. Videoexposition, Schnappschüsse, Partnerschaft, Freundschaften sollten dies zeigen können. Evlt. Verbesserung des Aussehens.
-----> so komme ich zur Information, dass das Aussehen kein Problem darstellt.


Sehr gut. Das wird funktionieren. Ein Punkt noch: Die PTBS überwinden Sie nicht, indem Sie die Erinnerungen vermeiden. Sie sollten sich damit konfrontieren. Aber nicht unbedingt jetzt, da Sie sich auch nicht überfordern sollten (nicht zu viele Dinge gleichzeitig, eins nach dem anderen). Wenn Sie das Gefühl haben, dass der richtige Zeitpunkt ist, sich mit den Erinnerungen auseinanderzusetzen, sollten Sie sich folgende Frage stellen. Was ist das Schlimme an den Erinnerungen heute? (was früher daran schlimm war ist egal, es geht um das Heute.
_________________
There is only one way of life
and that´s your own.
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nicky20
alter Hase


Anmeldungsdatum: 14.09.2006
Beiträge: 1213

BeitragVerfasst am: Do Sep 10, 2009 11:03 am    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Das stimmt so nicht. Auch wenn Ihnen die Klinik therapeutisch nicht weitergeholfen hat, hat sie dazu beigetragen, dass Sie überlebt haben.

da wär ich mir nicht sicher... VOR der Klinik hatte ich keinen Suizidversuch gemacht.... erst nach 3 Monaten Klinik, und nach einem Dreivierteljahr Klinik (der Zeitpunkt, als ich hier ins Forum kam) war ich total kaputt, kaum ein Mensch mehr, und immer wieder recht konkret gefährdet weil ich allen Boden verlor, was ich vor der Klinik so nicht intensiv hatte. Da hatte ich noch viel mehr Halt. Geholfen hat in der Klinik der Bezugspfleger... der Rest hat mich eher gefährdeter gemacht, ich habe mir nur des öfteren regelrecht verboten, mir wegen dem was in der Klinik geschah was anzutun. Crying or Very sad

Zitat:
Ein Punkt noch: Die PTBS überwinden Sie nicht, indem Sie die Erinnerungen vermeiden. Sie sollten sich damit konfrontieren. Aber nicht unbedingt jetzt, da Sie sich auch nicht überfordern sollten (nicht zu viele Dinge gleichzeitig, eins nach dem anderen). Wenn Sie das Gefühl haben, dass der richtige Zeitpunkt ist, sich mit den Erinnerungen auseinanderzusetzen, sollten Sie sich folgende Frage stellen. Was ist das Schlimme an den Erinnerungen heute? (was früher daran schlimm war ist egal, es geht um das Heute.

dafür brauchts zuerst gaaaaaaaanz viel Wärme, gute Beziehungen... (gaaaaanz viel Eg)... vorher tuts zu weh, an die Sachen zu denken, und es bringt auch noch nicht viel...
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